facebook_pixel
Lifestyle

Der perfekte Espresso – unser Guide


Der beliebte Inhalt der kleinen Tasse ist eine Kunst für sich. Alles rund um den Espresso und dessen Herstellung.

12 Apr 2017
Titelbild Espressotasse

Der perfekte Espresso – mehr als nur ein Getränk

Was ist die beste und bestschmeckende Form die Energie wieder aufzuladen? Die einzig korrekte Antwort ist: ein Espresso. Über den Inhalt der kleinen Tasse und dessen Zubereitung wird kontrovers diskutiert.

Natürlich ist der Weg zur nächsten italienischen Bar immer der beste Weg um einen guten Espresso zu erhalten. An manchen Tagen ist aber ein Espresso in den eigenen vier Wänden die Wahl der Stunde und ein guter selbst gemachter Espresso ist kein unmögliches Unterfangen, stellt aber einige Herausforderungen an den Espressotrinker.

In Italien ist der Espresso immer eine Frage der „Vier großen M„: la macchina – die Maschine, la macinatura – die Mahlung, la miscela – die Bohnenmischung, und la mano – die Hand. Diese vier Kriterien entscheiden ob der Espresso erfolgreich gelingt oder als braune bittere Flüssigkeit endet.

Hier treffen das erste mal Welten aufeinander. Um die richtige Einstellung und um das Erstellen des besten Espressos hat sich ein regelrechter Kult entwickelt in dem hitzige Diskussionen geführt werden. Wir versuchen etwas Licht ins Dunkel zu bringen zeigen dir worauf es beim Espresso ankommt – sowohl die Handgriffe als auch bei der Wahl des Equipments.

Während die einfachen Espressokocher schon bei einem Kaufpreis von wenigen Euros beginnen, kriegst du für professionelle Geräte schon einen Kleinwagen. Viel hängt von der genutzten Maschine ab, doch bei der Zubereitung eines Espresso spielen viele Faktoren eine Rolle.

Um dem Mythos Espresso auf den Grund zu gehen, haben wir uns Unterstützung geholt.

Zum einen Frau Batka, die Betreiberin von Moba Coffee aus München, hat uns tolle Einlicke und viele Informationen zu Siebträgermaschinen und deren Handhabung gegeben. Moba Coffee bietet alles was das Barista-Herz begehrt – Maschinen für Einsteiger bis hin zu High-End Produkten und das gehörige Equipment.

Zum anderen Christian Häfner von HappyCoffee, der uns viel über Handgriffe und Erfahrung zu Espresso erklären konnte. Herr Häfner hat es sich zur Aufgabe gemacht, mexikanischen Kaffee der unter fairen Bedingungen angebaut wird nach Deutschland zu bringen. Beste Bohnen mit bestem Gewissen.

Rabattaktion bei HappyCoffee

Du, als Snobtop-Leser, erhältst auf deine nächste Bestellung bei HappyCoffee 15%-Rabatt – benutze hierzu einfach den Code „SNOBTOP“.

La macchina – die Maschine

Ein Espresso kann mit verschiedensten Maschinen hergestellt werden. Beliebte Utensilien sind ein Espressokocher, eine Kapselmaschine, eine Espressomaschine, ein Kaffeevollautomat oder eine Siebträgermaschine.

Die beste und sicherlich auch höchste Investition ist eine Siebträgermaschine.

Snobtop: Was ist Ihre Empfehlung für die erste eigene Espressomaschine und was gibt es zu beachten?

Frau Batka: Da jeder Kunden einen unterschiedlichen Anspruch hat, ist das pauschal schwer zu sagen. Wichtig zu wissen ist, dass es Einkreiser gibt, diese sind perfekt für die Espressozubereitung geeignet. Und es gibt Zweikreiser, die sind für Personen geeignet, die auch viel Cappuccino trinken. Kleinere Geräte sind schneller auf Temperatur und etwas einfacher vom Aroma, hochwertigere Geräte benötigen zwar länger bis sie Betriebstemperatur erreicht haben, jedoch ist das Aroma, bei Maschinen mit einer komplexeren Brühgruppe besser und deutlich vollmundiger. Es gibt auch Maschinen, die mit einer Rotationspumpe ausgestattet sind, hier ist Tank und Festwasserbetrieb möglich. Der Vorteil der Rotationspumpe ist der gleichmäßigere und niedrigere Druck von 9 bar, hierdurch wird der Espresso noch milder. Der Nachteil ist hier der meist hohe Preis.

verschiedene Siebträgermaschinen

La macinatura – die Mahlung

Die richtigen Bohnen zu kaufen reicht nicht aus. Bevor die Bohnen in Kontakt mit Wasser kommen, müssen sie natürlich gemahlen werden. Eine gute Mühle ist zwar essten Blick nicht so wichtig, doch an der Seite einer hochwertigen Siebträgermaschine sollte immer eine gute Mühle stehen. Denn diese überschaubare Investition lohnt sich. In der Regel wird immer zwischen 6-8 Gramm sehr fein gemahlene Bohnen für einen Espresso verwendet. Das entspricht etwa einem gehäuften Esslöffel.

Eine gute Mühle zeichnet sich dadurch aus, dass verschiedene Mahlgrade sowie verschiedene Mengen eingestellt werden können.

Für die gelungene Espresso Zubereitung ist der Mahlgrad ein echter Schlüsselfaktor. Bei einer falschen Mahlgradeinstellung kann der Espresso wässrig und sauer, oder bitter schmecken. So kann man sich an das richtige Setup „herantasten“ und so seinen perfekten Espresso finden.

zwei Espresso werden befüllt

La miscela – die Bohnenmischung

Ohne Kaffeebohne – keinen Espresso. Das Fundament jedes Kaffees ist die Kaffeebohne. Bei einem Produkt, das aus nur zwei Komponenten besteht, ist wie zu erwarten sehr von der Qualität beider Zutaten abhängig. Die Kaffeebohne ist natürlich das A und O. Bei einem Blick in das Kaffeeregal in einem Supermarkt oder nach einer Onlinerecherche, bist du sicher schon von der Anzahl der Mischungen und Anbieter verwirrt worden. Wir bringen dir Licht ins Dunkel!

Snobtop: Welche Bohnensorte und welche Bohnenmischung eignet sich am besten für einen Espresso?

Frau Batka von Moba Coffee: Wir empfehlen immer die Verwendung von frischen Röstungen. Je frischer die Röstung, desto vollmundiger das Aroma und intensiver die Crema. Die gängige Espresso-Sorte ist die Arabica. Ein kleiner Robusta Anteil für eine gute Crema ist zusätzlich von Vorteil. Das Anbaugebiet bedingt die Note der Bohne, die frische Röstung jedoch die Crema und Intensität. 

Espresso Arabica

La mano – die Hand

Das Instituto Nazionale Espresso Italiano legte fest, dass für einen perfekten Espresso 20 bis 30 ml Wasser bei einer Temperatur von 86 – 90°C unter einem Druck von 8 bis 10 bar in 20 bis 30 Sekunden durch 6,5 bis 7,5 Gramm fein gemahlene Espresso Bohnen gedrückt werden.

Moderne Cafés gehen immer mehr dazu über das Doppelsieb zu überfüllen. Hier kommen etwa 18-20 g Kaffeepulver in den Siebträger und das Resultat ist die doppelte Menge an Espresso mit etwa 40ml. Der „moderne“ Espresso entspricht heute also häufig eher einem Ristretto.

Der perfekte Espresso – 5 Profi-Tipps von Happy Coffee

  1. Tassen vorwärmen: Espresso Tassen sind meist recht dick, trotzdem kühlt der Espresso in nicht vorgeheizten Tassen sehr schnell ab. Außerdem hat die Crema in vorgewärmten Tassen einen besseren Stand.
  2. Entkalken: Für die Zubereitung eines Espressos sollte der Kalkgehalt im Wasser möglichst gering sein, denn er kann Einfluss auf den Geschmack nehmen. Am Besten gefiltertes Wasser benutzen und die Maschine regelmäßig nach Anleitung entkalken.
  3. Frische: Frisch gemahlene Bohnen sind ein MUSS. Entweder mahlt ihr die Bohnen selbst, oder ihr nutzt eine Maschine für die Zubereitung.
  4. Bohnen: Auch die Bohnen sollten möglichst frisch sein. Frisch bedeutet in dem Fall „frisch geröstet“. Kaffeebohnen die nicht bereits vor Monaten geröstet wurden, haben ein deutlich besseres Aroma. Das merkt ihr auch in eurem Espresso.
  5. Geduld: Du wirst nicht sofort den perfekten Espresso in deiner Tasse haben. Aber je länger du an deinem eigenem perfektioniertem Rezept arbeitest, umso besser wird dir dein Espresso am Ende schmecken.

 

Geschmack & Aussehen:

Was macht einen perfekten Espresso aus? Kenner beschreiben ihn folgendermaßen:

  • ein ausgewogenes Aroma zeichnet einen guten Espresso aus.
  • Die Crema muss zwingend vorhanden sein, da diese den Espresso schützt.
  • 3-4 mm dicke und haselnussbraune Crema.
  • Die Crema muss 3-4 Minuten anhaltend und wiederverschließbar sein.
  • Der Geschmack muss langanhaltend auf dem Gaumen sein.
  • Schokoladige und nussige Geschmacksnuancen sind in einem guten Espresso zu finden.
Espresso Nahaufnahme

Die verschiedenen Formen des Espresso

Hier findest du die verschiedenen Formen und Zubereitungen aller geläufigen Espresso-Varianten:

  • Ristretto oder corto (ital. für kurz): hier handelt es sich um einen konzentrierten Espresso. Statt der normalen Wassermenge wird etwa die Hälfte nur verwendet. Er ist dickflüssiger durch die höhere Konzentration und deutlich geschmacksintensiver als das Original
  • Doppio: es handelt sich hier um einen doppelten Espresso mit doppelt so viel Koffein
  • Macchiato: ist ein normaler Espresso mit ein wenig Milch oder einer kleinen Milchschaum-Haube obendrauf
  • Lungo: hier wird der Espresso mit heißem Wasser „verlängert“. Es wird also die doppelte Wassermenge für die gleiche Menge Pulver/Bohnen verwendet
  • Corretto: ein Schuss Grappa kommt hier in den Espresso
  • Marocchino: hier geht schon sehr nah in Richtung Cappuccino, denn der Espresso kommt in eine große Tasse mit Milchschaum und Kakaopulver
  • Frappé: ein normaler Espresso mit Crushed Ice und Zucker
zwei Espresso werden befüllt

Für deinen stilvollen Espresso in der Sonne

Bildquelle:

Titelbild by Richard Verdoom


Fabian
Fabian Festner

  • Max

    Hallo Robert,

    vielen Dank für deinen ausführlichen Kommentar.
    Natürlich hast du mit Punkt 1 und 2 Recht, diese wurden bereits korrigiert.

    Deinen 3. Punkt nehmen wir als Ergänzung auf.

    VG
    Max

  • Instagram


  • Newsletter

    Verpasse nie wieder einen Trend, eine Frisur oder einen Drink. Melde Dich jetzt zu unserem Newsletter an und entdecke neue Styles, Collections und viele weitere Angebote.

    Jetzt Anmelden

X
image
HEBE DICH VON DER MASSE AB!
Tritt über 2.000 modernen Gentlemen bei und bleibe immer auf dem Laufenden.
Verpasse keinen Beitrag, kein neues Produkt und kein Outfit mehr!
Subscribe!