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Lifestyle

Die besten TV Serien für den Herbst


Serien sind heutzutage das Maß im Streaming-Geschäft. Wir zeigen dir unsere Top-Serien für den Herbst.

3 Nov 2017
Die besten TV Serien für den Herbst

Deine TV Serien für den Herbst

TV Serien sind kult. Das können wir gleich so stehen lassen. Längst haben Serien wie Dexter oder Breaking Bad regelrechten Kultstatus. Game of Thrones ist der aktuellste Beweis. Es gilt als Todsünde, Inhalte zu spoilern. Die Produzenten setzen immer stärke auf gestandene Hollywood Stars. Die Serien von heute sind aufwendig produziert und sind keine verstaubten Telenovelas mehr für Leute ab 60. Wir zeigen dir die neusten Serientrends und die Must-Watch gegen deine Herbst-Melancholie.

Alles für deinen perfekten Serien-Abend:

Mindhunter (Netflix)

Crime

Regisseur David Fincher hat mit House of Cards Netflix groß gemacht. Jetzt legt er mit einer neuen Serie nach. Mindhunter kommt allerdings viel weniger düster daher, als es sich für das Thema gehört. Schließlich geht es wieder einmal um verrückte Mörder, das Lieblingsthema des Schöpfers der Serienkiller-Thriller SiebenZodiac und Verblendung. Doch Mindhunter geht ungewohnte Wege und nach dem aufregenden Auftakt, solltest du dich auf einen leichteren, fast heiteren Ton einstellen. Doch keine Sorge. Fincher und Serienkiller, das sollte eigentlich nicht schiefgehen. Mindhunter erzählt dir die Geschichte des FBI-Agenten Holden Ford (Jonathan Groff), der 1979 damit beginnt, sich für Massenmörder zu interessieren. Zwei Jahre zuvor hatte David Berkowitz in New York sechs Menschen erschossen und acht verletzt. Zwischen 1972 und 1978 tötete John Wayne Gacy in Chicago 33 männliche Teenager, und im selben Jahr wurde Ted Bundy verhaftet, der Mörder von mindestens 28 jungen Frauen.

Das Drehbuch zur Serie basiert auf dem Sachbuch „Mind Hunter: Inside the FBI’s Elite Serial Crime Unit“. Holden Ford und Bill Tench sind die fiktionalen Wiedergänger der FBI-Agenten John Douglas und Robert Ressler, die diese Einheit tatsächlich aufbauten – und ihrerseits wiederum Pate standen für Filmfiguren, zum Beispiel im Genre-Klassiker Das Schweigen der Lämmer. Mindhunter schließt also einen Kreis zwischen Fakt und Fiktion. Für uns hat das Potenzial, zumal David Fincher immer schon auch an den gesellschaftlichen Dimensionen des Phänomens der modernen Massenmörder interessiert war. Fincher überhöht Serienkiller genretypisch durchaus als wahnhafte Genies, aber es gelingt ihm auch immer wieder, die Distanz zwischen Zuschauer und Killer unangenehm schrumpfen zu lassen. Der Start der Serie macht definitiv Lust auf Mehr und vermittelt dir eine eigene Art der Spannung. Du wirst selbst von Folge zu Folge ein gesteigertes Interesse an der Psyche von Massenmördern entdecken und durch die wahnhaften Gedanken der Charaktere geführt. Den Trailer zur Serie findest du hier.

Mindhunter auf Netflix

The Deuce (Sky)

Drama

New York, 1971: In der zwielichtigen Szene rund um den Times Square schlägt eine zukünftige Milliarden-Branche erste zarte Wurzeln. Die gerade erstmals gesetzlich legalisierte Pornografie eröffnet Mobstern wie den Zwillingsbrüdern Vincent und Frankie Martino (James Franco in einer Doppelrolle) ein ganz neues Geschäftsfeld: Sie produzieren mit jungen Frauen wie der Prostituierten Candy (Maggie Gyllenhaal) erste Hardcore-Sexfilme. Die Brüder wittern das ganz große Geld – doch der Alltag im Milieu ist von Gewalt und Drogen geprägt und bald fordert auch der sich ausbreitende Aids-Virus erste Opfer.

David Simon, der mit „The Wire“ das Genre der Crime-Serie revolutionierte, lässt mit „The Deuce“ das schmutzige New York der 70er-Jahre wiederauferstehen. Sein wichtigster Partner-in-Crime dabei: James Franco. Bisher kannten wir ihn nur in seinen Comedy-Rollen. Doch nun überzeugt er in einer emmyverdächtigen Doppelrolle. Der zweifache Hauptdarsteller drückt der nostalgisch-stimmungsvollen und gleichzeitig sozialkritischen Serie auch als einer der Regisseure seinen Stempel auf.  Weiteres Highlight der Serie ist Michelle MacLaren, die für HBO bereits Episoden von „Game of Thrones“ und „Westworld“ inszenierte. Sie fungierte unter anderem als Regisseurin der Pilot-Folge. HBO entführt dich mit ihrer Hilfe in das New York von 1971. Der Dreh der Serie fand deshalb auch an den eher versteckten Ecken der Metropole statt, die noch dem rauen New York von früher ähneln. Doch es geht nur vordergründig um zwei Arten von Sex in The Deuce. Vincent und Frankie eröffnen irgendwann mal eine Kneipe, und es geht auch nicht darum, ob die beiden am Ende erfolgreich sein werden. Es geht um den erstaunlichen Zusammenhalt von Menschen, die in einer Drecksstadt überleben und vielleicht ein bisschen glücklich sein wollen. Es geht darum, dass wir alle in einer dreckigen Nebenstraße liegen, aber einige von uns die Sterne sehen. Schau dir hier den Trailer an.

Taboo (Amazon)

Drama

Dunkel und unheilvoll steigst du in die Serie ein, die das London im Jahr 1814 zeigt. Die Leute schlurfen mit schmutzigen Gesichtern und schlechten Zähnen durch die schlammigen Gassen der Stadt und machen einen Bogen um die Schlachterabfälle – und um diesen Mann im schwarzen Mantel und abgegriffenem Zylinderhut, der wie aus dem Nichts aufgetaucht ist. James Delaney (Tom Hardy) wird nach zehn Jahren in Afrika allseits für tot gehalten. Sein plötzliches Erscheinen versetzt dabei nicht nur seine Halbschwester Zilpha (Oona Castilla Chaplin) in Furcht, sondern auch Sir Stuart Strange (Jonathan Pryce), Direktor der mächtigen East India Company. Nach dem Tod von James Vater hatte er gehofft, ein Stück Land der Familie Delaney im Nootka Sound vor Vancouver Island in die Finger zu kriegen. Nun steht ihm mit James Delaney, zurückgekehrt um seinen wahnsinnig gewordenen Vater zu beerdigen, einer im Weg, der sich losgesagt hat von der Gesellschaft. Der hin und wieder mysteriöse Voodoo-Visionen hat und der für die Drohungen Stranges unempfänglich ist.

Taboo auf Amazon

Steven Knight tut für das britische Kostümdrama das, was „Deadwood“ einst für den Western tat – nämlich unter den Schichten des Edelmuts, Pflichtgefühls und der steifen Oberlippe den harten Kern der Sache freizulegen. Zugegeben, die Serie kommt eher langsam in Schwung. Delaneys seltsame Visionen, die prägenden Erfahrungen dieser Figur in einem exotischen und brutalen Land, bleiben lange nebulös. Du solltest schon ein wenig Geduld – und am besten einige Begeisterung für Tom Hardys Anziehungskraft – mitbringen, um bei der Stange zu bleiben. Aber Taboo ist eine weitere erfinderische und stimmungsvolle Variation des historischen Dramas und wenn du bereits deinen Spaß an Ian McShanes ungemütlichem Saloonbesitzer Al Swearengen aus „Deadwood“ hattest, wirst du auch hier auf deine Kosten kommen. Aber auch die düstere und bildgewaltige Stimmung der Serie, überzeugen. Hier findest du erste Eindrücke im Trailer.

Legion (Sky)

Action

Du bist Marvel-Fan? Dann ist Legion genau die richtige Serie für dich! Inspiriert von Marvels „X-Men“-Comics, erzählt sie die Geschichte des jungen Mannes David Haller (Dan Stevens), der vielleicht mehr als nur ein Mensch ist. Als Kind als schizophren diagnostiziert, war er über Jahre hinweg in zahllosen psychiatrischen Einrichtungen. Auch jetzt, mit Anfang 30, befindet er sich wieder in einer geschlossenen Abteilung. Dort versinkt er im alltäglichen Trott: Essen, Therapie, Medikamente, Schlaf. Den Rest der Zeit verbringt er mit Lenny (Aubrey Plaza), die sich ihren Optimismus trotz massiver Alkohol- und Drogensucht nicht nehmen lässt. Das alles nimmt eine Wendung, als die neue Patientin Syd Barrett (Rachel Keller) auftaucht. Neben einer unerklärlichen Anziehung ist es vor allem eine entscheidende Begegnung der Beiden, die der Serie eine neue Wandlung geben. Was, wenn die Stimmen, die David hört, und die Visionen, die er hat, real sein könnten? Nach der Flucht aus dem Krankenhaus führt Syd David zu Melanie Bird (Jean Smart), einer Therapeutin mit unkonventionellen Methoden. Melanie und ihr Team eröffnen David eine außergewöhnliche Welt voller neuer Möglichkeiten…

Anders als die meisten Comicverfilmungen, wird Legion nicht zu einer klassichen „Held jagt Schurken“-Serie. Stattdessen nimmst du unmittelbar an Davids schleichendem Prozess teil, seine psychische Verfassung neu zu sortieren – was erschreckende Erkenntnisse, traumatische Erinnerungen und auch aufmunternde Fortschritte beinhaltet. Genau deswegen liegt die Serie auch weit über dem Durchschnitt für Superheldenserien. Als Executive Producer sind neben „Fargo“-Schöpfer Noah Hawley auch Bryan Singer und Simon Kinberg verantwortlich („X-Men“-Filmreihe). Der Cast ist ebenfalls hochkarätig: Neben Dan Stevens („Downton Abbey“) und Aubrey Plaza („Parks and Recreation“) ist Emmy-Preisträgerin Jean Smart („24“) mit von der Partie. Du kannst also gespannt sein was noch alles passieren kann, sobald David sein gesamtes Machtpotential ausgeschöpft hat. Du kannst es kaum noch erwarten? Schau hier den Trailer zur Serie.

Legion auf Sky

Billions (Sky)

Drama

Zugegeben, mit bereits zwei verfügbaren Staffeln ist Billions keine Neuerscheinung, doch trotzdem ein absolutes Muss für TV Serien-Liebhaber. Die ersten Sekunden laufen, eine Frau in Lack und Leder hockt über dem Mann und lindert den Schmerz mit – naja sagen wir es frei heraus – ihrem Urin. Wenn du jetzt denkst, wir haben hier eine BDSM Serie ausgepackt – weit gefehlt! Wie keine andere Serie liefert dir Billions einen authentischen Blick in die Welt der mächtigsten Player des Wall-Street-Milieus. Dafür recherchierten die Showrunner minutiös in der Welt der Hochfinanz und modellierten die Figuren nach zwei realen Personen. Paul Giamatti schlüpft dabei in die Rolle von Staatsanwalt Chuck Rhodes, einem vehementen Gesetzeshüter, die auf einem realen Vorbild basiert: Der New Yorker Staatsanwalt Preet Bharara ist in der Branche nur als „der Kreuzritter“ bekannt. Der indischstämmige Amerikaner schreckt nicht einmal davor zurück, US-Politiker oder internationale Diplomaten zu belangen. Gegen mehr als 100 Wall-Street-Manager hat Bharara Ermittlungen geführt und milliardenschwere Hedgefonds wegen Insiderhandels schließen lassen. In der Serie trifft er auf den aus bescheidenen Verhältnissen kommenden Bobby „Axe“ Axelrod, mittlerweile Hedge-Fond-Manager und Milliardär. Damian Lewis, der für Showtime schon Sergeant Brody in Homeland war, verleiht Axe eine elegante Selbstverständlichkeit im Umgang mit obszönen Geldsummen – und sieht dabei stets so aus, als wäre es ihm schon rein körperlich völlig unmöglich, nicht mit geschwellter Brust durchs Leben zu schreiten.

Angesiedelt ist die Serie an der Wall Street. Der zeitgenössische Bösewicht bohrt nicht nach Öl, um Geld zu verdienen, er sitzt an der Quelle. Der Hedgefonds-Manager Bobby Axelrod scheffelt die titelgebenden Milliarden allerdings derart dreist aus Insidergeschäften, dass er den Bundesstaatsanwalt Chuck Rhoades auf den Fersen hat. Rhoades besitzt nichts von dem Charme und der Jungenhaftigkeit Axelrods, der in seinen Kapuzenpullis und Jeans ein wenig wie ein Wall-Street-Zuckerberg wirkt und seine Macht mit lüsternem Vergnügen ausübt. Rhoades hingegen ist ein Wadenbeißer, ein Zukurzgekommener, der sich unterlegen fühlt, aber ein hohes politisches Amt im Auge hat. Demontiert er den Finanzbetrüger, könnte ihm das Chancen auf das Gouverneursamt eröffnen. Allerdings zählt Rhoades Frau Wendy (Maggie Siff) als hochbezahlte Psychotrainerin zu Axelrods wichtigsten Leuten. Rhoades ist also befangen, aber davon besessen, Axelrods Camouflage als Philanthrop auffliegen zu lassen. Den Trailer zu Billions findest du hier.


Bjoern
Björn Decker

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