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Sport trotz Erkältung? Wann Sport wirklich Mord ist


Sport mit Erkältung – unser Guide Titelbild Image Source: Pinterest Es ist mal wieder soweit: Der Hals kratzt, die Nase...

26 Okt 2016

Sport mit Erkältung – unser Guide

Titelbild Image Source: Pinterest

Es ist mal wieder soweit: Der Hals kratzt, die Nase läuft und der Kopf dröhnt. Gliederschmerzen runden das Gesamtbild ab und der Husten kann Tote zum Leben erwecken – eine ausgewachsene Erkältung! Was diese von einem Männerschnupfen unterscheidet und wann Mann wirklich im Bett bleiben muss – Dieser FITNESS & HEALTH Artikel gibt Aufschluss darüber!

Selbst durchschnittliche (Kraft-)Sportler haben aufgrund ihres gesunden Lebensstils von vorne herein ein meist besseres Immunsystem als die meisten Menschen in unserer heutigen Gesellschaft. Und dennoch kommen auch wir Sportler gelegentlich nicht um eine Erkältung herum und stellen uns dann sofort die brennenden Fragen:

  • Kann ich trotz Erkältung generell Sport treiben?
  • Ist Krafttraining bei Erkältung überhaupt sinnvoll oder ist es eher schädlich?
  • Ab wann kann ich überhaupt wieder ins Training, wenn ich krank geworden bin?

Das Ziel des Trainings: Progression

Unser primäres Ziel beim Sport, sei es Ausdauer-, oder Kraftsport, sollte der langfristige Fortschritt sein. Die Hausstrecke eine Minute schneller Laufen, beim Bankdrücken ein paar Wiederholungen mehr schaffen. Dies setzt aber voraus, dass wir uns in jeder Trainingseinheit steigern können! Wenn uns jedoch eine Erkältung dazwischen kommt und man weder körperlich noch mental in der Lage ist effektiv zu trainieren, kann man auch nicht die nötigen Reize setzen um die Messlatte wieder ein Stück anzuheben! Das Immunsystem ist nämlich an erster Stelle damit beschäftigt, die Erkältung zu bekämpfen und richtet deshalb auch alle körpereigenen Prozesse auf die Bekämpfung der Erkältung aus – deshalb würde man bereits unvollständig erholt ins Training gehen, was keine optimale Grundlage darstellt.

Sobald man also bemerkt, dass einen die Krankheitssymptome im Alltag beeinflussen, sollte man eine Trainingseinheit am selben Tag nochmals überdenken!

Köpfchen vor Kraft und Ausdauer

„Mann, oder Memme?“ diesen Ausspruch hört man sicherlich auch im Zusammenhang mit Erkältung und Training, trainieren oder nicht trainieren. Vorab: Wer nach einmal Niesen das Training am Abend ausfallen lässt und sich lieber auf das Sofa legt, hat mit Sicherheit keine Erkältung, sondern nur einen Hang zu einfachen Ausreden. Aber: Es gilt abwägen zu können, wann man wirklich eine Memme ist und Ausreden sucht und wann man wirklich Zuhause bleiben sollte! Nachfolgend wird aufgeführt, wie man eine Krankheit richtig einschätzen lernt und welche Risiken bei Training in Krankheitsfällen lauern.

Die „Nacken-Methode“ gegen Erkältung

Der Marathonläufer Andreas Hünerberg „erfand“, wenn man so möchte, eine Methode zur korrekten Selbsteinschätzung des Krankheitsbildes, von der letztendlich die Entscheidung über das anstehende Training abhängig sein sollte.

Wo in deinem Körper nimmst du die Symptome wahr?

  • Treten die Symptome unterhalb des Nackens auf (Bronchialsystem, Gliedmaßen, Mandeln, etc.), dann ist definitiv eine Trainingspause die beste Wahl.
  • Treten die Symptome oberhalb des Nackens auf (Niesen, Husten, laufende Nase, Schmerzen im oberen Halsbereich), dann kann man ins Training gehen.

Jedoch sollte man immer die Intensität des Workouts im Blick behalten! Auch eine leichte Erkrankung stellt dennoch eine Schwächung des Immunsystems und eine allgemeine Mehrbelastung für den Körper dar – es empfiehlt sich als eine gemütlichere Laufeinheit einzulegen, oder etwas weniger Gewichte zu stemmen als normal. Aber das steht doch dem zuvor beschriebenen Prinzip der Progression entgegen? Klares Jein! Natürlich kann man nicht erwarten mit einer leichten Erkältung (Nacken aufwärts) neue Rekorde zu brechen. Aber man kann dem Körper durch eine leichte Einheit etwas auf die Sprünge helfen. Mein alter Sportlehrer hat immer gesagt: „Eine leichte Erkältung schwitzt man am besten einfach aus!“ Und ganz Unrecht hat er nicht. Eine erhöhte Durchblutung, bessere Sauerstoffaufnahme und erhöhter Stoffwechsel sind nur drei Benefits die auch eine moderate Trainingseinheit mit sich bringt!

Herzmuskelentzündung vorprogrammiert

Eines muss natürlich ganz klar festgehalten werden, Sport kann tödlich sein: Wenn die Körpertemperatur über den Normalzustand von ca. 37°C steigt, sollte man auf keinen Fall irgendeine Art von sportlicher Aktivität ausüben! Im Körper verengen sich die Blutgefäße, um diesen aufzuheizen und so eine optimale Arbeitstemperatur für Antikörper zu schaffen, welche gegen die Krankheitserreger vorgehen. Absolviert man nun ein Training, durch welches sich sowohl die Durchblutung als auch die Körpertemperatur erhöht, dann bringt man damit den Rhythmus des Körpers durcheinander und verursacht im schlimmsten Fall eine Herz-Rhythmus-Störung, die sogar tödlich enden kann.

Wer trotz einer Erkältung oder Grippe nicht mit dem Training aufhören möchte, sollte sich unbedingt bei einem Arzt vorstellen. Dieser kann den Patienten eingehend untersuchen und im Rahmen dieser Untersuchung ein EKG und eine Blutanalyse durchführen. Im EKG lassen sich eventuell vorhandene Rhythmusstörungen sehr gut und früh nachweisen.

Wann kann ich wieder voll durchstarten?

Die Erkältung ist weg, man kann wieder Bäume ausreißen und voll loslegen! Doch auch hier ist Vorsicht geboten: Nach einer Erkrankung ist es ratsam, dem Körper noch ein bis zwei Tage Ruhe zu gönnen. Schließlich hat das Immunsystem bildlich gesprochen einen Krieg geführt, von dem es sich erst erholen muss. Nach einer Erkrankung mit Fieber benötigt der Körper sogar ein bis zwei Wochen um sich vollständig erholen zu können.

Fazit

Im Zweifelsfall Zuhause bleiben! Das war das Fazit. Im Ernst: Das eigene Körpergefühl sagt einem meist ganz gut was zu tun ist. Und am Ende des Tages opfere ich lieber ein paar Trainingseinheiten dafür, dass mein Körper schnell wieder gesund wird!

Bleibt gesund und fit! Wie man stressfrei trainiert, könnt ihr hier lesen: Der Weg zum stressfreien Training

Tobias Henreich | TOBIASHENREICH.COM


Fabian
Fabian Festner

1 Kommentar

  1. 18 Dez 2016 @ 11:31

    […] Deshalb: Lieber ein paar Euro mehr ausgeben, als mit dem Kapuzenpulli aus Baumwolle laufen zu gehen. Übrigens: Das ganze beginnt bereits bei der Unterwäsche, auch diese sollte funktional sein, warm halten und Feuchtigkeit abtransportieren. Ob man mit einer leichten Erkältung überhaupt noch Sport treiben sollte und ab wann das richtig gefährlich werden kann, könnt ihr hier nachlesen: Sport bei Erkältung […]

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